Warum eigentlich „Kein Palmöl!“?“

Die weltweite Nachfrage nach Palmöl ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Längst findet der Anbau von Palmplantagen jenseits jeder Vernunft und Umweltverträglichkeit statt. Durch die (Brand-) Rodung der letzten intakten Regenwälder – allen voran in Indonesien und Sumatra – geht stündlich eine Fläche von rund 1750 Fußballfeldern unwiederbringlich verloren. Bei der Rodung werden nicht nur die Pflanzen und Bäume zerstört. Tiere – darunter auch Orang-Utans – verbrennen bei lebendigem Leibe. Diejenigen Tiere die flüchten, werden bei der Rückkehr auf die Palmplantagen bei der Suche nach Nahrung erschossen, erschlagen oder von Wilderern verstümmelt.

Der Anbau von Palmplantagen zur Gewinnung von Palmöl, Palmkernöl oder sogenannten Palmölderivaten, die insbesondere bei der Kosmetikherstellung zum Einsatz kommen, gefährdet die letzten Regenwälder und bedroht tausende von Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz.

Ein YouTube-Video der Orang-Utan Foundation zeigt die traurige Realität der Rodungen auf Borneo.

Wann nutze ich Palmöl?

Vermutlich wesentlich öfter, als man sich vorstellen kann. Neben dem Einsatz von Palmöl in der industriellen Verarbeitung kommt Palmöl auch maßgeblich in der Lebensmittelproduktion sowie bei Kosmetik- und Reinigungsmitteln zum Einsatz. Schätzungsweise jedes zweite Produkt, das wir im Supermarkt kaufen können, enthält Palmöl bzw. Palmölderivate.

Bei handelsüblichen Kosmetika werden in rund 97% der Produkte Palmöl/derivate genutzt.

Bei Süßwaren findet Palmöl hauptsächlich im Bereich von Schokoriegeln, weichen Bonbons, Kaugummis und Fruchtgummiartikeln Verwendung.

Bei Fertig- und Instantprodukten wird ebenso sehr häufig Palmöl als Zusatzstoff verwendet.

Auch bei Fertigfutter für Haustiere ist in den meisten Fällen Palmöl enthalten.

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Vom Aussterben bedroht – Orang Utans werden durch Palmplantagenbau getötet

Woran erkenne ich, ob ein Produkt Palmöl enthält?

Bei Lebensmitteln gibt es seit dem Inkrafttreten der EU-Lebensmittelinformationsverordnung vom 13. Dezember 2014 eine Kennzeichnungspflicht, welche Art von Öl in dem Lebensmittel enthalten ist. Die bloße Bezeichnung „pflanzliches Öl“ reicht seitdem nicht mehr aus. Insofern ist in der Zutatenliste ersichtlich, ob in dem Lebensmittel Palmöl oder Palmkernöl enthalten ist.

Bei Kosmetikprodukten ist es wesentlich schwieriger, Rückschlüsse auf die Verwendung von Palmöl oder dessen Derivate (Auszüge aus Palmöl durch vorherige Verarbeitung) zu ziehen. Es haben sich mittlerweile zahlreiche Bezeichnungen etabliert, die der Kennzeichnungspflicht für Inhaltsstoffe genügen, für den Verbraucher doch oft nur kryptische Bezeichnungen sind. Laut der Webseite www.umweltblick.de -> sind mittlerweile 80! Bezeichnungen gebräuchlich, hinter denen sich der Einsatz von Palmöl bzw. deren Derivate versteckt. Eine Auflistung der Bezeichnungen (auch zum ausdrucken) findet man unter dem Link.

Was kann ich tun, damit sich etwas ändert?

Möglichkeiten, ein Zeichen gegen die Verwendung von Palmölin industriellen Produkten zu setzen, gibt es viele.

1) Grundsätzlich empfiehlt es sich natürlich, beim Einkauf darauf zu achten, nur palmölfreie Produkte zu kaufen. Acht man beim Einkauf auf die Inhaltsstoffe, wird man erstaunt sein, in wieviel Produkten Palmöl verwendet wird.

2) Schreibe Hersteller von Produkten per eMail an und spreche das Thema Palmöl gezielt an. Als bisher guter Käufer des Produktes 😉 sollte man seinem Unmut über die Verwendung von Palmöl Luft machen. Ich „drohe“ gerne damit, zukünftig das Produkt aufgrund des Einsatzes von Palmöl nicht mehr zu kaufen.

3) Unterzeichne Petitionen zum Schutz der Regenwälder. Eine gute Übersicht über laufende Petitionen (auch zum Stopp der Rodung für Palmölplantagen) findet man auf der Seite www.regenwald.org -><<<<<<
nem Blog findest Du demnächst weitere Artikel zum Thema Palmöl – bzw. besser ausgedrückt "Kein Palmöl!". Safe our Nature! Auch Du.

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